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SCM gegen Wisla Plock - SCM zeigt sich mit neuem Gesicht

Seit Jahren ist es in Magdeburg Usus, noch vor Beginn der Bundesliga mit einem Fanfest (inkl. großer Autogrammstunde) und einem Match gegen einen internationalen Gast die neue Saison einzuläuten. Diesmal hatten sich die Grün-Roten den polnischen Vizemeister Wisla Plock eingeladen. Und das Team aus unserem Nachbarland war der erwartet starke Gegner, an dem sich unsere in der Saisonvorbereitung bisher ungeschlagenen Jungs messen mussten.

Lange Zeit gestaltete sich das Spiel recht ausgeglichen – allerdings immer wieder mit Vorteilen auf Seiten des SCM. Und das, obwohl die Grün-Roten zunächst mit den Youngstern Tim Hornke und Matthias „Matze“ Musche auf den Außen begann. Im Tor gab Gerrie Eijlers mit 11 Paraden in Halbzeit 1 dem SCM den nötigen Rückhalt, dennoch reichte es nur zum 17:17 zur Halbzeit. Zu viele Chancen blieben im Angriff ungenutzt, während den Mannen um Marcin Lijewski und Valentin Ghionea vorn doch manches leichte Tor gelang.

In Halbzeit 2 führte der SCM mit Robert Weber und Yves Grafenhorst auf den Außen und Rückkehrer Dario Quenstedt (10 Paraden in Halbzeit 2) immer wieder, konnte sich aber höchstens auf 3 Tore absetzen (u.a. 30:27 in 51. Minute) absetzen. Doch dann drehte der polnische Champions League-Qualifikant das Spiel noch einmal und konnte in der Schlussphase selbst vorlegen. Diese Führung gab die Mannschaft des spanischen Trainers Manolo Cadenas nicht mehr her und siegte – vielleicht etwas glücklich – mit 35 zu 33.

Insgesamt hatte man den Eindruck, dass die „Youngsters“ in Halbzeit 1 besser abgestimmt wirkten, als das eigentlich erfahrenere Team in Halbzeit 2. Deutlich erkennbar aber auch, dass die beiden neuen Spielmacher Michael Haaß und Marko Bezjak dem SCM-Spiel bereits ihren Stempel aufdrücken konnten. Der Club spielte schneller und variantenreicher, als noch in der jüngeren Vergangenheit. Und immer dann, wenn die Abwehr sicher stand und gut verschob, kamen die Grün-Roten auch schnell zum Torerfolg. So dürfte Trainer Frank Carstens trotz der ersten Niederlage in der Saisonvorbereitung mit dem Gesamteindruck seines Teams doch zufrieden gewesen sein.

Thomas Nawrath

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