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SCM schlägt Supercup-Sieger

Es war nervenaufreibend und laut und ganz schön knapp – aber es war verdient! Unsere grün-roten Jungs haben nach engagiertem Spiel und mit lautstarker Unterstützung der rund 5300 Zuschauer den Kiel-Bezwinger SG Flensburg-Handewitt am Freitagabend mit 29 zu 27 (Halbzeit 12:12) besiegt.

Das Spitzenspiel des 3. Bundesligaspieltags wurde in der GETEC Arena von Bundestrainer Martin Heuberger verfolgt, der sich im Vorfeld bereits mehrfach positiv über die Perspektiven mehrerer Magdeburger Spieler im Nationaltrikot geäußert hatte.

Die Gäste von der Pförde waren nicht nur als Tabellenführer angereist, sondern fanden zunächst auch besser ins Spiel als die Hausherren. Erst nach 9 Minuten gelang dem SCM der Ausgleich zum 3:3. Danach blieb es ganz eng. Mehrfach wechselte die Führung und kein Team konnte sich mit mehr als 2 Toren absetzen. Mit 12:12 ging es in die Halbzeit. Dann hatten die Elbestädter einen besseren Start, setzten sich mit 14:12 in der 33. Minute ab, doch Flensburg konterte und glich beim 15:15 aus. In der Folge hatte Flensburg die Oberhand (16:18), bis Magdeburg in der 45. Minute zum 19:19 ausgleichen konnte.

Auf beiden Seiten scheiterten die Angreifer immer wieder an den gut aufgelegten Torhütern (z.B. Gerrie Eijlers mit 9 Paraden, davon 7 in Halbzeit 1). Hinzu kamen technische Fehler und manche Nickligkeiten, die vom jungen Schiedsrichtergespann nicht immer richtig geahndet wurden. Bis 5 Minuten vor Schluss konnte Flensburg immer wieder vorlegen. Und Flensburgs Torhüter Sören Rasmussen zeichnete sich mehrfach aus und zog den Magdeburger Angreifern ein ums andere Mal den Nerv (Rojewski, Musche, Haaß, Kneer).

Doch ab 25:25 waren es die Hausherren, die nun Morgenluft witterten. In einer hektischen Schlussphase sorgten Marco Oneto und Andreas Rojewski für die neuerliche Zwei-Tore-Führung der Magdeburger. So gab es bereits 2 Minuten vor dem Abpfiff standing ovations für die Grün-Roten. Anders Eggert verkürzte zwar noch einmal, doch durch das 29:27 von Bartosz Jurecki kurz vor der Schlusssirene war die Partie zugunsten des SCM entschieden. Grenzenloser Jubel von den Rängen und ein fröhlich tanzender Spielerpulk auf dem Parkett vermischte sich mit lautstarken Gesängen „So ein Tag…“.

Beste Torschützen für Magdeburg waren Andreas Rojewski (6) und Marko Bezjak (5) sowie Stefan Kneer und Matthias Musche (je 4), bei den Gästen trafen Holger Glandorf (7) und Anders Eggert (6) sowie Steffen Weinhold und Thomas Morgensen (je 4) am häufigsten. Schlussendlich ging der Sieg der Grün-Roten in Ordnung und war – neben der soliden Leistung der Torhüter (Dario Quenstedt mit 2 Paraden in den letzten 10 Minuten) besonders auf das Wirken von Spielmacher Marko Beszjak zurückzuführen. In der entscheidenden Phase steckte der SCM nicht auf, kämpfte sich heran und hatte immer noch eine Antwort.

Thomas Nawrath

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