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Leserbriefschreiber fordern Konsequenzen

Leserbriefe aus Magdeburger Volkstimme, 21.11.2013

 

Zweifelsohne war die Heimklatsche gegen Melsungen einer der schw√§rzesten Tage in der Geschichte des SC Magdeburg. So war es aus sportlicher Sicht die Fortsetzung einer Negativserie, die sich bereits in den Spielen gegen Berlin, Lemgo, den BHC und Wetzlar angedeutet hatte. Vor allem zeigte sich diesmal ganz offen, was im Fan-Forum oder vielen Gespr√§chen in der Halle schon l√§nger brodelte: Der Anhang unserer Gr√ľn-Roten ist unzufrieden mit der Entwicklung des Teams, mit den Spielergebnissen und der aktuellen Platzierung, mit der (taktischen) Einstellung des Teams und dem Coachen (oder Nichtcoachen) durch den Trainer. Dies m√ľndete in Pfiffe und Buh-Rufe gegen die eigene Mannschaft und die lautstarken "Carstens-Raus!"-Forderungen von den R√§ngen.

Auch wenn die abgedruckten Leserbriefe aus der Volksstimme diese Misstöne noch einmal verstärken, muss doch darauf hingewiesen werden, dass dies nicht die Sichtweise des gesamten SCM-Anhangs ist. Auch von den Spielern hört man immer wieder, dass sowohl das Verhältnis zum Trainer als auch das Miteinander im Team viel besser ist, als es den Eindruck hat.

Umso willkommener ist aktuell die kleine Pause bis zum Spiel in Eisenach, auch um einige der Langzeitverletzten wieder im Team zu integrieren. Dann braucht es aber auch sportliche Erfolge, die Spielern und fans gleicherma√üen neues Selbstvertrauen geben. Und es braucht eine neue Einheit: unter unseren Jungs, zwischen Spielern und Trainer sowie zwischen der Mannschaft und dem eigenen Anhang. Denn nur gemeinsam k√∂nnen wir den Herausforderungen des Bundesliga-Alltags erfolgreich begegnen.

Ein Letztes: Gern wird von vielen Fans auf fr√ľhere Erfolge unserer Gr√ľn-Roten verwiesen und ein "zur√ľck" auf den alten Kurs gefordert. Jedoch war es gerade der alte Kurs, der unseren Club vor gar nicht so langer Zeit an den Rande des Konkurses gef√ľhrt hatte (inkl. "schwarzer Kassen" und Millionenschulden). Nun ist ein schmerzhafter Sanierungskurs umgesetzt worden, ohne das der SCM sportlich abgestiegen w√§re. Vielmehr war das Team unter Trainer Carstens sogar zwei Jahre im Europ√§ischen Wettbewerb vertreten und auch recht erfolgreich. Doch mittlerweile ist die Liga enger zusammenger√ľckt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen kann fast jedes Team mal den anderen ein Bein stellen. Viele Spiele gehen knapp aus. Kurz gesagt: Wir sollten als Fans weniger Druck auf das Team aus√ľben, was bestimmte Platzierungen angeht. Lasst uns vielmehr wieder die Freude am Handballspiel entdecken und gemeinsam nach vorn schauen.  S  -  C  -  M  !!!

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