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Durchatmen beim SCM und seinem Anhang

Fanclub Domwächter mit SCM-Spielern Fanclub Domw├Ąchter mit SCM-Spielern T. Nawrath

Nun liegt das Katastrophenspiel gegen Melsungen schon mehr als eine Woche zur├╝ck. Bei den Gr├╝n-Roten gab es zahlreiche interne Gespr├Ąchsrunden, mal in kleiner und mal in gro├čer Besetzung, mal mit und mal ohne Trainer. Nur Manager Schmedt konnte nicht dabei sein: Ein Virus zwang ihn zum Abstand, so meldete es die Volksstimme. Ihm blieb nur das Telefon zum Mitreden. Im Gespr├Ąch mit dem Fanclub Domw├Ąchter berichteten Kapit├Ąn Fabian van Olphen, Keeper Gerrie Eijlers und (der immer noch verletzte) Kjell Landsberg von intensiven Gespr├Ąchen. Und sie konnten dem gr├╝n-roten Anhang mitteilen, dass das Team noch immer eine eingeschworene Truppe sei.

Warum es dennoch zu einer Vorf├╝hrung wie zuletzt gegen Melsungen (19:29) kommen konnte? So richtig verstehen tut das noch immer keiner. Aber es war wohl auch dem hohen Erwartungsdruck auf die (verletzungsbedingt) stark ausged├╝nnte Mannschaft geschuldet. Als es nicht rund lief, wurde viel auf eigene Faust probiert, statt sich auf Teamplay zu besinnen. Und selbstkritisch schildert "Tulpe", kam nach etwa 20 Minuten ein Leistungseinbruch bei vielen Stammkr├Ąften - wohl eine Folge der hohen Belastzung in den Vorwochen mit fast immer 60 Minuten Einsatzzeit pro Spiel. "Die Akkus waren leer."

Coach Frank Carstens hat das Team in den vergangenen Tagen sicherlich auch mental wieder aufgebaut. Neben den Trainingsstunden in Halle und Kraftraum gab es auch wieder intensives Videostudium. Besonders die Torh├╝ter haben da mit Blick auf das Samstagspiel in Eisenach Sonderschichten eingelegt, um sich auf die Shooter der Th├╝ringer einzustellen. Um aus der Wartburgstadt beide Punkte an die Elbe zu entf├╝hren, muss vor allem die Abstimmung zwischen Abwehr und Torh├╝tern wieder zu alter Qualit├Ąt zur├╝ckkehren. Schon in den Spielen gegen Wetzlar, beim Bergischen HC und gegen Wetzlar waren ├╝ber weite Strecken gro├če L├Âcher in der Abwehr - so dass sich die Keeper bisweilen dem gegnerischen Angriff allein gegen├╝ber sahen. Wenn zudem der SCM-Angriff zu alter St├Ąrke und Treffsicherheit zur├╝ckfindet, dann sollten die Spiele gegen Eisenach und eine Woche sp├Ąter zu Hause gegen Minden eine Trendwende bringen.

Aktuell liegen unsere Gr├╝n-Roten auf Platz 8 in der Tabelle - unmittelbar vor dem furios aufspielenden Bergischen HC. Dicht dahinter liegen Nettelstedt-L├╝bbecke, Lemgo, Wetzlar, G├Âppingen und Gummersbach. Vor dem SCM liegen Hannover-Burgdorf (+ 3 Pkt.) und Melsungen (+ 4 Pkt.).

Das Traurige dabei: H├Ątte der SCM die Spiele in Hannover (Niederlage trotz 16:11 Halbzeitf├╝hrung), gegen die Rhein-Neckar L├Âwen (Ausgleichstreffer der G├Ąste mit der Schlusssirene), gegen Lemgo (Siegtreffer der G├Ąste kurz vor der Schlusssirene), beim Bergischen HC (Niederlage trotz SCM-Halbzeitf├╝hrung 13:12) und gegen Wetzlar (Niederlage trotz 14:12 f├╝r SCM zur Halbzeit) konzentriert zu Ende gespielt, dann w├╝rden 6 bis 8 Punkte mehr auf der Habenseite stehen. Dann w├Ąren auch die unn├Âtigen Heimniederlagen gegen die Berliner F├╝chse und MT Melsungen verschmerzbar - und unsere Gr├╝n-Roten w├╝rden auf Platz 4 oder 5 liegen, mit Tuchf├╝hlung zur Ligaspitze. Trotz Verletztenmisere.

Doch es bringt nichts, weiter den vergebenen Chancen nachzutrauern. Nun gilt es, nach vorn zu schauen und in den n├Ąchsten Spielen ein Maximum zu erreichen. S - C - M !!!

 

Thomas Nawrath

 

 

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